Vorbereitung auf eine neue Vereinbarung rund um Hormuz. Warum die USA die Angriffe auf den Iran aussetzten. Shahen Ghantaharyan
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Noyan Tapan

Vorbereitung auf eine neue Vereinbarung rund um Hormuz. Warum die USA die Angriffe auf den Iran aussetzten. Shahen Ghantaharyan

28-07-2026 15:53
Vorbereitung auf eine neue Vereinbarung rund um Hormuz. Warum die USA die Angriffe auf den Iran aussetzten. Shahen Ghantaharyan
«Noyan Tapan» hat mit dem politischen Analysten Shahen Ghantaharyan gesprochen.
 
– Die USA haben vorübergehend die großangelegten Angriffe auf den Iran ausgesetzt, warnen jedoch gleichzeitig, dass sie wieder aufgenommen werden könnten. Wie bewerten Sie diese Situation?
 
– Dies ist eine Pause im militärischen Druck, nicht dessen Ende. Washington hält praktisch die Drohung des Einsatzes von Gewalt aufrecht und nutzt sie als Verhandlungsdruckmittel. Diese Taktik ist nicht neu: Zuerst wird das Spannungsniveau erhöht, dann wird ein Verhandlungsfenster geschaffen, um unter vorteilhafteren Bedingungen zu verhandeln.
 
– Was ist in dieser Phase am bemerkenswertesten?
 
– Der wichtigste Aspekt ist, dass die Aussetzung der großangelegten Angriffe zeitlich mit dem Beginn der Verhandlungen zwischen Teheran und Maskat zusammenfällt. Obwohl die Agenda der Verhandlungen auf offizieller Ebene nicht veröffentlicht wird, ist es schwer, diese Koinzidenz als Zufall zu betrachten. Sie deutet darauf hin, dass militärischer Druck und diplomatische Prozesse Bestandteile einer gemeinsamen Strategie sind.
 
– Warum ist gerade Oman in den Mittelpunkt dieses Prozesses gerückt?
 
– Oman ist seit langem eine vertrauenswürdige Kommunikationsplattform für die USA und den Iran. Vor der Eskalation des regionalen Krieges vermittelte es insbesondere bei den Verhandlungen über das Atomprogramm und übernahm schrittweise die Rolle, die zuvor eher Katar vorbehalten war. Heute scheint sich jedoch die Rolle Omans zu verändern. Es ist nicht mehr nur ein Vermittler, sondern könnte zu einem direkten Interessensvertreter werden.
 
– Womit hängt das zusammen?
 
– Höchstwahrscheinlich mit der Straße von Hormus. Omans geografische Lage macht es zu einem Schlüsselakteur in jedem neuen System zur Verwaltung dieser strategischen Passage. Wenn heute Verhandlungen gerade in Maskat stattfinden, ist es schwer zu vermuten, dass die Frage von Hormuz nicht im Mittelpunkt steht.
 
– Doch vor dem Krieg funktionierte Hormuz normal. Was hat sich geändert?
 
– Genau das ist die zentrale Frage. Früher gab es zwischen dem Iran und Oman keine Probleme bei der Nutzung von Hormuz. Wenn dieses Thema heute Gegenstand von Verhandlungen ist, kann man annehmen, dass nicht die Frage der Öffnung oder Schließung der Straße im Mittelpunkt steht, sondern das zukünftige Verwaltungssystem. Es könnte um die Schaffung neuer Mechanismen für Kontrolle, Navigationssicherheit, finanzielle oder zollrechtliche Regelungen gehen.
 
– Das heißt, könnte ein neuer Status für Hormuz entstehen?
 
– Ja, diese Möglichkeit kann nicht ausgeschlossen werden. Ein neuer Status würde neue Vereinbarungen, eine neue Rollenverteilung und neue Verantwortlichkeiten mit sich bringen. In diesem Fall könnte Oman größere Funktionen übernehmen und nicht nur Vermittler, sondern auch Teilnehmer an einem Verwaltungs- oder Kontrollsystem werden.
 
– Wer könnte der Garantiesteller dieses Systems werden?
 
– Wenn ein neues System geschaffen wird, sind auch Garantien für dessen Umsetzung erforderlich. Daher ist es logisch anzunehmen, dass auch die Frage eines Garanten oder kontrollierenden Akteurs diskutiert wird. Ohne einen solchen Mechanismus wird es schwierig sein, eine langfristige Einigung zu erzielen. Das würde bereits die Einbeziehung der USA in den neuen Status von Hormuz implizieren.
 
– Kann man sagen, dass Trumps Entscheidung darauf abzielt, diesen Verhandlungen eine Chance zu geben?
 
– Das ist eine der wahrscheinlichsten Erklärungen. Wenn Teheran zugestimmt hat, Verhandlungen mit Oman aufzunehmen, könnte Washington die militärischen Operationen vorübergehend eingestellt haben, um zu bewerten, wie bereit die Parteien sind, in Richtung Kompromiss zu gehen. Die Drohung des Einsatzes von Gewalt bleibt jedoch als Hauptinstrument des Verhandlungsdrucks bestehen.
 
– Kann diese Phase als bahnbrechend betrachtet werden?
 
– Noch nicht. Dies ist eine Übergangsphase. Die Aussetzung der Angriffe bedeutet keinen Waffenstillstand, ebenso wie der Beginn der Verhandlungen nicht eine Einigung bedeutet. Die Parteien versuchen noch, den Rahmen für zukünftige Vereinbarungen aus vorteilhafteren Positionen zu gestalten. Wenn die aktuellen Verhandlungen sich auf Hormuz konzentrieren, könnten deren Ergebnisse erhebliche Auswirkungen nicht nur auf die Beziehungen zwischen Iran und den USA, sondern auch auf die Sicherheit des gesamten Golfs und die Zukunft der globalen Energieversorgungswege haben.
 
 
 


* Dieser Text wurde automatisch von einer Künstlichen Intelligenz (KI) übersetzt.

Noyan Tapan   |  

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